Reisen

Ich bin gern unterwegs. Und wär’s wohl die ganze Zeit, wenn ich meine Wahlheimat Berlin nicht so liebte.

Am Anfang von „Mein Leben in drei Kisten“ steht eine Indienreise. In Bild, Ton und Witz haben Petra Nadolny und ich sie in einem Blog festgehalten.
Seitdem habe ich entdeckt, wie viele Traumziele um die Ecke liegen. Hier sind wir in Görlitz zu sehen, die größte Stadt der Niederlausitz – ein architektonisches Schatzkästchen direkt an der deutsch-polnischen Grenze. Mit mehr Glück als Planung sind wir dort im Sommer 2019 mitten in der Theaterfestivalsaison angekommen. Unbedingt empfehlenswert!

Wenn ich auf Lesereise bin, meine Familie und Freunde besuche, fahre ich im Normalfall mit der Bahn. Bisher bin ich noch fast überall ohne Auto hingekommen, auch wenn’s mal einen Tick länger dauert. Getroffen habe ich im Zug schon viele interessante Menschen – unter anderem einen Pomologen, eine Pensionärin, die als Fachfrau die Sanierung einzelner DDR-Werke im „Chemiedreieck“ mit abgewickelt hat, und auch Protestfreunde, mit denen ich später zusammen Demos besucht habe.

Das Fahrrad ist für mich das beste Fortbewegungsmittel. Natürlich bin ich meilenweit davon entfernt, zur Radfahrerin des Jahres gekürt zu werden oder das Sechstagerennen zu gewinnen. Aber Radfahren erholt mich einfach sofort: Sobald mein Hintern den Sattel berührt, bin ich im Urlaub. Gemächlich beim Dahinzuckeln über Feldwege zu sehen, wie sich der Weizen im Wind wiegt, die frische Luft zu atmen, das Geräusch der Reifen auf dem Radweg – das ist (auch wenn ich mich rein pflanzlich ernähre) ein Leben im Buttergang.

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